Automatische Partikelgrößenverteilung (LUTUM) Analyse im Boden

Die Bewertung der Umweltqualität von Boden und seiner Anwendungsmöglichkeiten ist wichtig, um sicherzustellen, dass wir mit Abfall, Materialien und Boden auf eine durchdachte und bewusste Weise umgehen können.

Die Tonfraktion ist eine der wichtigsten bei der Bewertung der Bodenqualität und kann mit der Partikelgrößenverteilung (LUTUM) Analyse gemäß ISO 11277, NEN 5753, CMA/2/II/A.6 bestimmt werden.

Für Eurofins in Amsterdam hat Skalar die LUTUM-Analyse gemäß den Richtlinien von OVAM (Öffentliche Flämische Abfallagentur) und SIKB-AP04 (Infrastruktur-Qualitätssicherung Bodenmanagement) von vorbehandelten Bodenproben automatisiert. Dieses Umweltlabor verarbeitet täglich viele Bodenproben und muss genaue Protokolle befolgen, um die verschiedenen Vorschriften zur Bewertung der Bodenqualität einzuhalten.

Der Skalar SP2000 Roboter ist perfekt für diese Aufgabe geeignet, da die sehr präzisen Timing-Schritte und das wiederholte Pipettieren, die für diese Analyse erforderlich sind, leicht automatisiert werden können. Die Betriebssoftware ist flexibel und ermöglicht die Einrichtung der Anwendung in einer Weise, dass eine freie Auswahl der verschiedenen erforderlichen Fraktionen aus den abgesetzten Proben in den Messzylindern entnommen werden kann.

Ein weiterer großer Vorteil ist der unbeaufsichtigte Betrieb rund um die Uhr, der totale Flexibilität für die Analyse der verschiedenen Fraktionen bietet, indem er über die normalen Arbeitszeiten hinausgeht. Proben können jederzeit während des Tages für unbeaufsichtigte Analysen über Nacht eingeführt werden, was die Durchlaufzeit der Analyseergebnisse erheblich auf einen Arbeitstag verkürzt.

2022 Skalar SP2000 particle size distribution

Skalars automatisiertes Verfahren im Detail:

  1. Die volumetrischen Zylinder von 1000 oder 500 ml mit den vorbehandelten Bodenproben werden auf der SP2000-Plattform (56 Positionen) platziert.
  2. Eine Probentabelle wird erstellt und für jede Probe kann eine vorprogrammierte Methode ausgewählt werden.
  3. Der Analysator wählt automatisch die angeforderten Fraktionen für die Proben aus.
  4. Natriumpyrophosphatlösung wird automatisch hinzugefügt (falls erforderlich).
  5. Die Suspension wird durch Zugabe von destilliertem Wasser auf ein Volumen von genau 500 oder 1000 ml gebracht.
  6. Während einer benutzerdefinierbaren Zeit wird die Probe homogenisiert.
  7. Wenn die homogene Lösung erhalten wurde, lässt man die Proben für eine bestimmte Zeit sedimentieren.
  8. Nach der Sedimentationszeit wird die Temperatur der Probenlösung zur Tiefenkorrektur gemessen.
  9. 20 ml der Suspension werden in einer vordefinierten (berechneten) Tiefe aus dem Zylinder entnommen und in eine Verdampfungsschale (56 Positionen) überführt.
  10. Nachdem alle Fraktionen in die Aluminiumbecher abgegeben wurden, wird die Heizung gestartet und die Proben werden bei 92°C verdampft.
  11. Die Proben werden nach der Verdampfung manuell in einen Inkubationsofen (für konstantes Gewicht) überführt.
  12. Die verdampften Becher werden gewogen und die Tonfraktion wird automatisch über die RobotAccessTM-Software berechnet.

Neben der Bestimmung der verschiedenen Fraktionen kann auch die Probenvorbehandlung mit einem Skalar SP50-Analysator automatisiert werden. Insgesamt können 140 Proben gemäß der Norm in einer Arbeitsschicht von 8 Stunden von diesem vollautomatischen Analysator vorbehandelt werden. Um ein solches Volumen von Proben manuell vorzubehandeln, wären mehrere Tage erforderlich.

Für weitere Informationen über diese Anwendung oder das automatische Probenvorbehandlungsverfahren können Sie sich gerne an Skalar wenden.